Vorankündigung Eröffnung des Lippertsweges am 16. September 2018

Logo Wanderweg

 

Am Sonntag, den 16.09.2018, wird um 10.00 Uhr am Jugendheim in Beltheim im Rahmen des Wandertages der Rhein-Zeitung ein neuer Rundwanderweg offiziell eingeweiht und eröffnet.
Der so genannte „Lippertsweg” verbindet alle Ortsteile der Ortsgemeinde Beltheim.
Dies sind neben dem Ortsteil Beltheim die Dörfer Mannebach, Heyweiler, Fankweiler, Sevenich und Schnellbach.
Der Wanderweg verläuft teilweise am Saar-Hunsrück-Steig entlang und geht nicht nur durch Wiesen, Wälder, Felder und Bachtäler, sondern ganz bewusst auch durch die Dörfer mit ihren zum Teil historischen Ortskernen und Kirchen.
Seine Länge beträgt 26 km.
Er verfügt über keine nennenswerten Steigungen, so dass er leicht zu begehen ist.
Aufgrund der Länge wird auch die Möglichkeit einer “kleinen Runde” bestehen. Das Logo zeigt in schwarz einen bärtigen Mann auf weißem Hintergrund.
Wegbeschreibung: Der neue Wanderweg führt vom Jugendheim Beltheim vorbei am Heiligenhäuschen durch den Geißbusch über den Drei-Täler-Weg zunächst zur Junkersmühle. Von dort aus entlang des Saar-Hunsrück-Steiges vorbei am Erlebnisfeld durch Mannebach und vorbei am Grillplatz nach Heyweiler. Weiter geht es durch das Wiesenthal nach Frankweiler. Dann geht es auf dem Zubringer zur Traumschleife Baybachklamm nach Sevenich. Im Anschluss geht es durch den Wald am Schnellbach entlang zum gleichnamigen Ortsteil. Dort geht es weiter vorbei an dem Aussichtspavillon in die Gemarkung Hausen. Zurück verläuft der Weg vorbei an der Schutzhütte „Hexenhäuschen“ wieder zum Jugendheim Beltheim.
Ein Einstieg ist an jeder Stelle des Wanderweges möglich. Auf der Wegstrecke bestehen an normalen Tagen mindestens drei Einkehrmöglichkeiten (Junkersmühle, Gasthaus “Bei Leo” und “Hexenhaus Mannebach”).
Bei der Eröffnung sollen außerdem zusätzlich in allen Ortsteilen Versorgungsstationen für die Wanderer eingerichtet werden. Im Übrigen feiert gleichzeitig der Ortsteil Beltheim mit einer geschichtlichen Ausstellung im Jugendheim seine 1125-Jahr-Feier.
Der Beldemer Lippert (mit richtigem Namen Josef Lippert; * 17. Januar 1888 in Sevenich; † 8. Februar 1963) war ein im Hunsrück bekannter Kleinwarenhändler, der mit seinen beiden am Tragjoch befestigten Warenkörben, manchmal waren es auch zwei Zinkeimer oder eine Schubkarre, regelmäßig die Dörfer im Vorderhunsrück mit Haushaltswaren belieferte. Wenn er nicht auf Verkaufstour war, lebte er in Beltheim.
Dort bewohnte er ein arg heruntergekommenes Haus in der Nähe des heutigen Jugendheimes.
Nach seinem Tod wurde es abgerissen.
Er verkaufte seine Waren zu Pfennigsbeträgen und nahm es damit auch sehr genau:
Er ließ sich keinen Pfennig schenken oder herunterhandeln und gab immer exakt das Wechselgeld zurück, das er in Blechdöschen sortiert in den Taschen seiner Jacken aufbewahrte.
Der Beldemer Lippert hatte mehrere Jacken an, die er das ganze Jahr hindurch übereinander trug. Damit er sich der Hitze oder Kälte anpassen konnte, knöpfte er jeweils eine der Jacken auf oder zu und hat dann das Wetter betreffend gesagt: "Hout es et wirra ane Jacke källa woar!" (Heute ist es wieder eine Jacke kälter geworden!)
Die bekannteste Geschichte von ihm stammt von einer Geschäftsreise nach Berlin während der Zeit des Dritten Reiches:
Er soll seine zum Verkauf mitgebrachten Heringe mit dem Spruch "Hering, so fett wie de Göring!" angepriesen haben und dafür acht Tage hinter Gitter gesperrt worden sein. Als er in der folgenden Woche wieder seine Heringe anbot, habe er gerufen: "Hering, so fett wie die vorig Woch!"
(Quelle: Wikipedia/Beldemer Lippert)